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BIWAQ – Projekt Uhrwerk

Der Name des Projekts Uhrwerk nimmt Bezug auf Pforzheims Geschichte und Identität als Schmuck- und Uhrenstadt. Im Jahr 2017 feierte Pforzheim das Jubiläum "250 Jahre Schmuck und Uhren", welches mit Aktivitäten des Uhrwerks unterstützt wurde.

Der Titel Uhrwerk signalisiert die Bewegung, die durch das Ineinandergreifen vieler Zahnräder für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere entstehen soll. 

Das Projekt Uhrwerk wird im Rahmen des ESF-Bundesprogrammes "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ" durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Das ESF-Bundesprogramm BIWAQ

Mit dem ESF-Bundesprogramm "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" (BIWAQ) unterstützen das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und die Europäische Union arbeitsmarktbezogene Aktivitäten in den Fördergebieten des Programms "Soziale Stadt".

Mehr Infos zum Programm "Soziale Stadt" in Pforzheim

Ziel der Europäischen Union ist es, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten. Der Europäische Sozialfonds (ESF) verbessert die Beschäftigungschancen, unterstützt die Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt bei.

Ziele von BIWAQ

Die Ziele von BIWAQ sind insbesondere:

  • Nachhaltige Integration von (langzeit-)arbeitslosen Menschen ab 27 Jahre in Beschäftigung
  • Stärkung der lokalen Ökonomie
  • Schaffung eines Mehrwerts für die Quartiere und Verbesserung des innerstädtischen Zusammenhalts durch Verknüpfung von Arbeitsmarktorientierung und integrierter Stadtentwicklung

Die Zielsetzung und Zielausrichtung von BIWAQ ist komplementär zum ESF-Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier", welches Jugendliche und junge Menschen bis 26 Jahre in den Quartieren unterstützt. Das Programm wird in Pforzheim ebenfalls umgesetzt und eng mit BIWAQ verzahnt.

Die Umsetzung in Pforzheim: Uhrwerk 4.0

Überblick des Gesamtprojekts

In Pforzheim wird das ESF-Bundesprogramm BIWAQ mit dem Projekt Uhrwerk seit dem Jahr 2015 umgesetzt. Mit dem Uhrwerk 4.0 im Förderzeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2022 ist das Projekt in eine neue Phase der Umsetzung gestartet.

Das Uhrwerk-Projekt wird in folgenden Quartieren (Programmgebieten der Sozialen Stadt) umgesetzt:

  • Innenstadt-Südost
  • Kaiser-Friedrich-Straße/Weststadt
  • Oststadt

Projektziele

Unser Ziel ist es, bis 2022 612 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Projekt zu erreichen, 124 Menschen, die zuvor arbeitslos waren, in den Arbeitsmarkt zu integrieren und 45 weitere Unternehmen im Rahmen der Aktivitäten des Unternehmensnetzwerks zu gewinnen und zu unterstützen.

In der neuen Programmphase sollen die den Quartierszentren zugehörigen Stadtquartiere zu Bildungsregionen ausgebaut werden. Die Nachbarschaft wird als Lern- und Erfahrungsort wahrgenommen und die Quartierszentren zu digitalen Lernorten weiter entwickelt. Insgesamt bieten Gestaltungsaktivitäten und Qualifizierungen darüber hinaus zahlreiche Anknüpfungspunkte an städtebauliche Investitionen.

Projektinhalte

Die kommunale Beschäftigungsförderung im Jobcenter Pforzheim koordiniert und leitet das Projekt. 
Die praktische Umsetzung erfolgt durch die Projektpartner GBE - Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim und Q-Prints&Service gGmbH Pforzheim.

Antriebsräder des Uhrwerks sind die Quartierszentren (QuarZ). Diese sind in der Innenstadt und in der Weststadt angesiedelt. Die QuarZ bieten eine aufsuchende wohnortnahe Beratung sowie niedrigschwellige Angebote und Workshops rund um das Thema Beschäftigung. Die Angebote und Workshops werden nach dem Bedarf der Teilnehmenden ausgerichtet bzw. mit ihnen gemeinsam entwickelt.

Aus den QuarZ heraus sollen Gestaltungsaktivitäten für die Quartiere entstehen, welche einen sichtbaren Mehrwert schaffen. Diese werden ebenfalls partizipativ entwickelt, d.h. die Bewohnerinnen und Bewohner können sich aktiv bei der Planung und Umsetzung einbringen.

Weiterhin werden die QuarZ durch Schwungradmaßnahmen (z.B. Qualifizierungsmaßnahme im Bereich 
Mediengestaltung) ergänzt. Zum einen werden hierdurch Brücken in den Arbeitsmarkt für die Teilnehmenden gebaut. Zum anderen schaffen die Produkte der Qualifizierungen (regelmäßig erscheinendes Stadtteiljournal „Zifferblatt“) Mehrwerte für die Quartiere.

Zudem wird das bereits bestehende Unternehmensnetzwerk stabilisiert. Über das Unternehmensnetzwerk werden Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze akquiriert und Seminare für Unternehmen angeboten.